LÄNDLER-TOPOGRAPHIEN

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5.1
Ländler-Topographien (1977) für Orchester
(Lokale Musik T1)

 

Ländler-Top(Manuskript)

 

Teil 1 (Phran)

Teil 2 (Topan)

RSO Frankfurt, Dir.: Christobal Halffter

 

Das ca. 50minütige Orchesterstück Ländler-Topographien, stellt die Beziehungen von Melodien und Landschaft her. Einerseits, wie das Charakteristische einer Landschaft, die Vegetation, das Bodenrelief, die geologischen Phänomene, das Klima, die Musik über die Zeiten hinweg gestalten und modifizieren, wie sich in Melodien bereits charakteristisches von Landschaften abbildet. (Also die innere Beschaffenheit von Melodien als Träger von Landschaftstypischem.) Andererseits, wie Melodien als immer wieder neu durch die Beschaffenheit der Landschaft Belebbares fungieren. Der erste Teil T1.1 Phran des Orchesterstücks Ländler-Topographien stellt die innere Landschaft einer Melodie dar, kehrt sich nach außen und projiziert sie in den Raum des Orchesters.
Eine Neutralisierungsmatrix ermöglicht es, den verschiedenen Ausprägungen der Idee Ländler ihre eigene Klanglichkeit zu geben, d. h. das Subjekt des Komponisten wird zu einem Teil neutralisiert, daß es im besten Fall Aufgabe des Komponisten ist, als Mittler und Vermittler dieser Mechanismen, der Neutralisierung und Darstellung der inneren Potentiale einer Melodie durch Instrumentation, zu fungieren.
Der zweite Teil T1.2 Topan. verfährt gerade umgekehrt: Auf die Melodien wird Landschaft projiziert. Die Beschaffenheit der zwölf Landschaften, in denen die Ländler vorkommen, wird durch ein dem ersten Teil entgegengesetztes Instrumentationsverfahren dargestellt. Die Beschaffenheit der zwölf Landschaften, in denen die Ländler vorkommen, wird durch ein dem ersten Teil entgegengesetztes Instrumentationsverfahren dargestellt. Zur Analyse der zwölf Landschaften wurden geologische Karten der Fundorte der Melodien benutzt.
T1.1 Phran und T1.2 Topan verhalten sich wie innere und äußere Landschaft und so wird im dritten Teil T 1.3 Tophran die Synthese der ersten beiden Verfahrensweisen dargestellt. Dies ergibt eine dichte Mehrstimmigkeit, die teilweise bis zu 30-stimmigen hoketusartigen Verflechtungen und Ablösungen von rhythmischen Zellen reicht und die Originalgestalt der Ländler immer mehr durchscheinen läßt. Schließlich die blanke Präsentation des Materialreservoirs der beiden Obertonreihen, die die harmonische Grundlage bilden. Darstellung der Leere, der blanken Materie als Beschluß des Orchesterstücks.