EPHEMER

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Ephemer
für Klaviertrio

ephemer

 

Yulia Kopylova (violin),  Reynard Rott (cello), Yun Qi Wong (piano)

 

„Ephemeralisation; away from the earth into the air or

on earth as it is in heaven“

(John Cage)

Die Streichertechnik des Klaviertrios zeigt nicht etwa symbolhaft diesen Prozeß der Auflösung von Strukturen auf, sondern macht ihn zur fast unüberwindbaren Anstrengung, die den Violinisten und Cellisten vor neue Aufgaben stellt. Das Stück beginnt mit Doppelgriffen, die erdverbundene Verknotungen spürbar machen: on earth. Ein Klaviersolo in paradoxer Polyphonie deutet auf Auflösung dieser Verknotungen: away from the earth. Der eigentliche Prozeß des Auflösens schließt an: into the air. Die Streicher müssen physische und ätherische Strukturen zugleich hörbar machen, nachdem der Cellist beide Pole einzeln vorstellt. Die physische Struktur ist durch Ordinario-Töne, die ätherische Struktur durch Flageolett-Töne repräsentiert. Diese zwei Klänge zugleich zu spielen heißt, immer drei Griffinger zugleich zu benutzen, was zu den beschriebenen Schwierigkeiten führt. Als eine Art unhörbare, „introvertierte Virtuosität“ könnte man diese Technik bezeichnen, da die transparenten Klänge die Schwierigkeit, mit der sie erzielt werden, nur ahnen lassen. Das Klavier spielt den wichtigen Mittler und Resonator dieser Klänge und treibt den Prozeß des Transzendierens voran.

Die physische Struktur wird schließlich losgelassen. Das Stück endet in Flageolett-Klängen: as it is in heaven.