Felix Philipp Ingold

Felix Philipp Ingold hat mir seinen letzten Gedichtband Märzember zugeschickt, in dem er auch ein von mir vertontes Gedicht abgedruckt wissen wollte. Ich halte ihn für einen überragenden Autor und würde mir wünschen, dass ein Verlag auch diesen Band drucken könnte. Vielleicht ergibt sich ja auf diesem Wege ein Interesse. Er beschreibt sich treffend selbst:
“Am liebsten und auch am adäquatesten beschreibe ich mich – mit einer Worterfindung von Nabokov – als ‚Doppelmonster’; das heisst – als jemanden, der gleichzeitig in ganz verschiedenen, sogar gegensätzlichen Welten lebt und arbeitet: in der Welt der Wissenschaft (wo die Sprache nur instrumentelle, vermittelnde Funktion hat) und in der Welt der künstlerischen Literatur (wo die Sprache nicht bloss Medium, sondern Gegenstand und Generator des Schreibens ist). In der Sprachkunst, die ich meine, gehen die Wörter ihre eigenen Wege, und ich, als Autor, schreibe hinter ihnen her.“
Felix Philipp Ingold (* 25. Juli 1942 in Basel) ist ein Schweizer Schriftsteller, Übersetzer, Kulturpublizist und Herausgeber.
Ingold verbrachte Studienaufenthalte in Paris an der Sorbonne, der Ecole Nationale des Langues Orientales Vivantes und dem Collège de France), vor allem mit linguistischen Studien (Russisch, Polnisch, Slowenisch), Slawistik (bei Henri Grandjard, Sophie Bonneau et al.) sowie Komparatistik (bei René Etiemble, Robert Minder et al.). Sein Oeuvre ist immens. https://www.lyriktext.de/

Märzember_Felix Philipp Ingold