WANDA LANDOWSKAS VERSCHWUNDENE INSTRUMENTE

für Midiharpsichord, Hammerklavier (1 Spieler) und zufallsgesteuerte CD-Rom (1998,m Filmfassung 2001)

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Wanda Landowskas verschwundene Instrumente

für Midiharpsichord, Hammerklavier (1 Spieler) und zufallsgesteuerte CD-Rom (1998,m Filmfassung 2001)

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Die Instrumentensammlung von Wanda Landowska wurde 1940 vom „Sonderstab Musik“ beschlagnahmt und nach Berlin, dann nach Raitenhaslach geschafft. Ein großer Teil der wertvollen Instrumente konnte von den Amerikanern 1946 zurückgebracht werden. Einige Cembali, Pleyel Flügel und ein Großteil der Bibliothek ist nach wie vor verschwunden.

„Wanda Landowskas verschwundene Instrumente“ behandelt den Instrumentenraub des Amtes Rosenberg während der deutschen Okkupation Frankreichs im Jahre 1940. Deborah Richards spielt abwechselnd auf einem historischen Hammerklavier und einem Midi-Cembalo. Letzteres löst Bilder via Computer aus, die von einem Beamer auf eine Großleinwand projiziert werden. Der Prozeß, den ich in Zusammenarbeit mit einem Kölner Digital Design Büro entwickelt habe läßt sich kurz so beschreiben: Die neun Töne des Alphabets, die auch Tonhöhen bezeichnen (a,b,c,d,e,f,g,h und es), triggern via Midi-Cembalo neun Bildfelder, die wie ein Schachbrett auf einem Rechteck unterteilt sind. Die Bildinhalte sind einerseits Dokumente des Musikraubs, Sitzungen, Listen, Transporte, Instrumente etc.und andererseits die poetische Welt der Landowska, historische Abbildungen, alte Notendrucke, Fotos von ihr, historische Abbildungen von Frauen an Instrumenten. Krieg (mars) und Poesie (venus) halten sich die Waage. So liegt den musikalischen Strukturen auch das berühmte Lied „Est-ce mars“, das Sweelinck zu Variationen verwendet hat zu Grunde. Außerdem werden die in Passacaglien übersetzte Instrumentnamen der Sammlung Landowska zur Grundlage der die Bilder auslösenden Melodien. Jedes Bildfeld blättert, solange der es bestimmende Ton gehalten wird, sein Archiv durch. Dabei hat jedes Bildfeld seine eigene Geschwindigkeit von 2 Bilder pro Sekunde bis 30 Bilder pro Sekunde. Die Bildkombinationen werden von Aufführung zu Aufführung verschieden sein, einer zufallsgesteuerten Moritatentafel vergleichbar. Die schnellen und dichten Bildfolgen werden in den drei Hammerklavierstücken, die mit den Midipassagen alternieren, von ruhigen Bildeinstellungen abgelöst. Die Aufführungen werden noch von einer Originalansage Landowska und einer Stimme (Hanns Zischler), die die Konfiskationslisten liest begleitet.

Willem de Vries, dessen Recherche über den NS-Musikraub der Ausgangspunkt dieser Arbeit war, stellte die Materialien über Landowska und den „Sonderstab Musik“ zur Verfügung.


De Componist maakte met programmeur Götz Neuman en grafisch vormgever Max von Velsen (Keulen) onder de titel Wanda Landowskas verschwundene Instrumente even sprookjesachtige als confonterende productie over ‚Sonderstab Musik‘,de georganiseerde roofpartijen door de nazis van historische muziekinstrumenten en partituren. Deborah Richards voer in de presentatie live composities uit op forte-piano en keyboard.