SPIELWERK

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Spielwerk
für Sopr., (Sopr-, Alt-, Tenor-) Saxophon und 3 Ensembles
(2 Fl., 2 Kl., 2 Hrn., 2 Vc., 1 Perc.)
nach Novalis „Rad der Zeit / Traumwandlung“
(Stimmen leihweise)

 

Spielwerk

 

Spielwerk ist der zweite Teil des Zyklus STERNWANDERUNG, der versucht mit einer neuen Technik, der „nicht-zentrierten Tonalität“, ständiges Schweben zwischen Tonalitäten zu erzeugen: eine Art Wanderung durch Tonfelder die tonal (durch Obertonreihe und Quintenzirkel) verankert sind. Diese Wanderung wird durch ein magisches Ouadrat bestimmt, das nicht durch Entscheidungen des komponierenden Individuums beeinflußt wird, sondern den Gesetzen des Zufalls folgend sich durch das vorgegebene Tonfeld bewegt. Durch Überlagerung mehrer Wege entstehen Netze von Tonbezügen, die stets zwischen Tonalität und Atonalität schweben. Die Texte deuten auf das frühromantische Urthema des Wanderns hin, des ruhelosen Umher-Schweifens, des Gefangenseins in der Welt, das es zu transzendieren gilt. Der erste Teil Schwebeklang (Sätze 1 & 2), geht auf das Wackenroder Märchen zurück, das einen morgenländischen Heiligen beschreibt, der an das Rad der Zeit gefesselt ist und erst davon befreit wird, als er einen Liebesgesang in der Nähe hört, der ihn erlöst, ja seine Gestalt auflöst. Der zweite Teil Traumwandlung (Sätze 3 & 4) nimmt die Textstellen aus Novalis‘ „Heinrich von Ofterdingen“ heran, die von der „blauen Blume“ sprechen und so einen Wandlungsprozeß poetisch stützen, der von der Verhaftetheit mit der Maschinenwelt – das Rad der Zeit dreht sich rasend schnell um das Publikum – zur Erlösung in der surreal poetischen Traumwelt führt. So sind die drei Ensembles um das Publikum angeordnet, um diesen Prozeß von logisch-maschinellen zum traumhaft verschlungenen Wandern der Klänge mitzuerleben. (Ensemble I = Vergangenheit, Ensemble II = Gegenwart, Ensemble III = Zukunft).

Die Sätze heißen: 1. Rad der Zeit, 2. Luftgestalt, 3. Traum, 4. Wandlung, 5. Ankunft.