KINDHEITSBLOCK

für Viola und Celesta (1994)

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Kindheitsblock

für Viola und Celesta (1994)

Kindheitsblock

 

„… durch die Deterritorialisierung wird die Gesamtheit der molekularen Bestandteile‚ zusammengehalten‘. Unter diesem Gesichtspunkt kann man einen Kindheitsblock oder ein Kind-Werden von einer Kindheitserinnerung unterscheiden: ‚ein‘ molekulares Kind wird produziert…, ‚ein‘ Kind koexistiert mit uns in einer Nachbarschaftszone oder einem Block
des Werdens, auf einer Deterritorialisierungslinie, die uns beide fortträgt – im Gegensatz zu dem Kind, das wir gewesen sind, an das wir uns erinnern oder das wir uns vorstellen,
das molare Kind dessen Zukunft der Erwachsene ist. ‚Es wird Kindheit sein, aber es darf nicht meine Kindheit sein‘, schreibt Virginia Woolf.“

Aus: Gilles Deleuze und Felix Guattari, Tausend Plateaus, Berlin 1992, S. 401